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1a Jornada Internacional de Oración, Amsterdam 1997
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Vortrag von
S. E. Msgr. Eduard Kojnok
Diözesanbischof von Roznava – Slowakei

Die Schmerzensmutter - Patronin der Slowakei
Erfahrung der Gläubigen unter der kommunistischen Herrschaft


Liebe Brüder und Schwestern!

Ich komme aus der Slowakei. Dieses Land hat 8,5 Millionen Einwohner, drei Millionen davon sind Katholiken. Unser Volk ist klein und durch die ganze Geschichte hindurch schwer geprüft. Die benachbarten Völker haben es unterjocht, doch es bewahrte sich die Identität; es lebte nämlich immer unter dem Schutz der Gottesmutter, der Schmerzensmutter, die unser Volk besonders als Patronin verehrt. Von ihrem mächtigen Schutz wissen wir aus der Geschichte, aber auch aus eigener Erfahrung. Während der kommunistischen Regierung schien nach außen hin alles in Ordnung zu sein. Aber sobald jemand zeigte, dass er gläubig war, wurde er schikaniert und diskriminiert. Er bekam nur eine minderwertige Anstellung, die Kinder solcher Familien wurden nicht an der Hochschule aufgenommen, und Verhöre, Verspottung und Verhöhnung waren an der Tagesordnung. Tag für Tag wurden Orden aufgelöst und kirchlicher Besitz beschlagnahmt. Das Durchsetzen der atheistischen Ideologie geschah durch Überredung, Bestechung, Abschreckung, aber auch, indem man gewaltsam brutale Mittel verwendete.

Unter dem Schutz der Gottesmutter, der Schmerzensmutter, versammelten sich im geheimen die Gläubigen, um sich religiös zu bilden und einander im Glauben zu ermutigen. Nachdem die Geheimpolizei solche Gruppen von Gläubigen entdeckt hatte, wurden deren Führer, die normalerweise Priester waren, ins Gefängnis gebracht, oder man erzählte über sie verschiedene Unwahrheiten, damit man sie dann sozusagen offiziell bestrafen konnte. Priester, die eifrig für das Seelenheil arbeiteten, wurden unterdrückt und unmöglich gemacht.

Ein Beispiel kann ich auch von mir selbst erzählen. Mir war es z.B. nicht erlaubt, meine Pfarrei für mehr als zwei Stunden zu verlassen. Sollte ich irgendwohin fahren müssen, musste ich es vorher melden. Dann warteten die Polizisten auf mich und durchsuchten nicht nur mich, sondern auch noch die Ersatzteile meines Autos. In solchen Fällen war die große Helferin die Schmerzensmutter, deren Fürsprache wir erflehten. Bei den Verhören beteten wir zum Erzengel Michael und konnten daraufhin augenscheinliche Nervosität und Verwirrung bei den Polizisten bemerken. Wir wussten, dass die göttliche Macht eingegriffen hatte. 1989 versammelten sich einige tausend Tapfere in Bratislava auf dem Stadtplatz, wo sie für die Besetzung der Bischofsstühle und für die Freiheit der Kirche beteten. Die Polizei und bewaffnete Truppen kreisten sie ein, hetzten Hunde auf sie, wollten sie mit Wasserwerfern auseinander treiben, schlugen sie mit Axtrücken und behandelten sie sehr unmenschlich. Das versammelte Volk aber betete den Rosenkranz und rief die Schmerzensmutter um Hilfe an. Die Menschen hielten durch und erbeteten auch für die Kirche die Freiheit.

Dies zeigte sich, als ein Jahr später bei uns die große Wende kam und die Bischofsstühle neu besetzt wurden. Heute hat sich die Lage ein bisschen gebessert, aber der Kampf gegen die Kirche setzt sich fort - wenn auch auf eine andere Art und Weise, geheim und ohne Gewaltanwendung, aber geplant und ständig. Ohne die mächtige Hilfe von oben könnten wir die Schwierigkeiten kaum ertragen.

 
 
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