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4. Internationaler Gebetstag, Amsterdam 2000



Zeugnis von
Hans Einarsson, Schweden

“Mein entscheidender Schritt in die katholische Kirche“

Vor zwei Jahren war ich als protestantischer Offizier und Sohn eines protestantischen Pastors zum ersten Mal in eurer Mitte (Foto), um euch ein wenig über meine Beziehung zu Maria als meiner persönlichen Mutter zu erzählen. Ich empfand es als große Auszeichnung dieses kurze Zeugnis aus der Tiefe meines Herzens geben zu dürfen, denn es ist eine Wirklichkeit, dass die Gottesmutter, die in der protestantischen Welt großteils so beiseite geschoben wird, in meinem Leben immer mehr präsent und wichtig wurde.

Schon beim Zweiten Internationalen Gebetstag in Amsterdam war ich überzeugt, dass dies nicht mein letzter sein wird. Nun sind zwei Jahre vergangen und ich glaube immer noch an Jesus und mein Vertrauen auf die Hilfe Mariens und der Heiligen ist noch gewachsen. Ich kam nun hierher zurück, um der Muttergottes und auch euch, geliebte Brüder und Schwestern im Glauben, zu danken, die ihr für mich, meine Familie und meinen kranken Vater gebetet habt.

Gott hat meinem Vater vergangenes Jahr ein ganz besonderes Jahr geschenkt, ein gesegnetes Jahr, das ihm die Möglichkeit und große Freude bot, seinen ersten Enkelsohn, meinen Sohn Edwin, zu taufen. Ganz besonders in diesem seinem letzten Lebensjahr war es für ihn als protestantischen Pastor ein Trost, täglich den Rosenkranz und auch die Herz-Jesu Litanei zu beten. Und jeden Freitag ging er in die katholische Kirche, um dort den Kreuzweg zu meditieren. Ich habe immer diese betende Art der Ökumene bewundert, wie sie mein Vater bis zum letzten Tag lebte. Da in unser beider Herzen im Laufe der Jahre immer mehr der Wunsch gewachsen ist, an der ganzen Fülle und Gemeinschaft der Kirche Anteil zu bekommen, hatten sich mein Vater und ich entschlossen, dass unsere Familie im Herbst 1999 römisch - katholisch werden sollte.

Doch Gott hat anders entschieden, und mein Vater starb am 2. Juli 99. Ich erinnerte mich so gut an seine letzte Nacht, als alle Schmerzen in seiner Brust aufhörten und er mir seinen letzten Wunsch sagte: Er drängte mich, so bald als möglich in die eine, wahre Kirche überzutreten. Am nächsten Morgen – es war Freitag – als meine Mutter unseren Vater fand, lag er völlig friedvoll in seinem Bett und nahe bei ihm das Gebetsbuch, aufgeschlagen bei der Herz-Jesu Litanei. Obwohl mein Vater nie äußerlich konvertierte, kamen zur Beerdigung doch viele Gläubige beider Konfessionen, die alle den Frieden und die Einheit spüren durften.

Ich bin überzeugt, dass mein Vater uns von Himmel aus half, dass nicht nur ich, sondern auch meine protestantische Frau Sarah aus freiem Willen katholisch werden wollte. Eine andere große geistige Hilfe besonders für meine Frau war unsere Rompilgerreise letzten November, bei der sie tiefer verstand was es bedeutet, Teil der universalen katholischen Kirche zu sein. Als junge Eltern waren wir so glücklich und von der Gnade berührt, als wir die außergewöhnliche Gnade hatten, dass unser Sohn den persönlichen Segen des Hl. Vaters bekam.

Zurück in Schweden taten wir dann schließlich den entscheidenden Schritt und konvertierten mit unserem Söhnchen Edwin am Marienfest der Immaculata, am 8. Dezember 1999. Ich glaube ihr könnt euch vorstellen, was diese gemeinsame Konversion für mich bedeutet. Gott und die Gottesmutter machten es möglich, dass meine ganze Familie nun die Sakramente empfangen darf und geistig nicht im Glauben gespalten ist. Und noch mehr! In einigen Monaten hoffe ich meine letzten Examen an der Universität Göteborg ablegen zu können, um dann als Lehrer für Ethik und Religion mehr durch mein Leben als durch meine Worte zu überzeugen.

So kam ich nun erneut aus Schweden nach Amsterdam, um der Frau und Mutter aller Völker auch im Namen meiner Frau ein aufrichtiges, tiefes „Danke“ zu sagen. Und ich kam auch, um euch alle an unserer inneren Freude Anteil zu schenken. Wir danken euch für eure geistige Unterstützung und wir zählen auch weiterhin auf diese Hilfe, damit viele unserer protestantischen Freunde ebenso den Mut finden mögen, diesen Schritt in die eine Herde unter einem Hirten zu machen.

 
 
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