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4. Internationaler Gebetstag, Amsterdam 2000



Beitrag von
S. E. Msgr. Ramon C. Argüelles
Militärbischof auf den Philippinen

„Vater, stärke die Kirche durch die Macht des Heiligen Geistes in ihrem Bemühen für die Neuevangelisierung und lenke unsere Schritte auf den Wegen des Lebens, damit wir Christus in unserem Leben verkünden...“

Diese Worte sind dem Gebet des Hl. Vaters für das Jubeljahr 2000 entnommen. Zu keiner Zeit des liturgischen Jahres könnten diese Worte bedeutsamer sein als jetzt, wenn wir das Hochfest der Ausgießung der Heiligen Geistes in der Kirche feiern. Wahrlich, vom Jubeljahr erwartet man, dass es zu einem erneuerten Vertrauen hinführt und ein neues Pfingsten ankündigt.
Der erste Grund meines Aufenthaltes in Europa war, die Teilnahme von zehntausenden Übersee-Philippinos an der Jubiläumsfeier der Emigranten und Flüchtlinge in Rom vom 1.-3. Juni, sicherzustellen. Mehr als 7 Millionen meiner Landsleute leben zerstreut in 149 Ländern der Welt. Der päpstliche Rat für die Seelsorge für die Auswanderer und Umherreisenden ersuchte mich vor 2 Jahren, eine starke Teilnahme von Auslands-Philippinos – besonders an der Hl. Eucharistiefeier mit dem Heiligen Vater am 2. Juni zu sichern.
Wir haben Rom nicht im Stich gelassen. Aus allen Himmelsrichtungen versammelten sich die Philippinos und füllten den Petersplatz.

Alle unsere Gesprächsdiskussionen und Betrachtungen konzentrierten sich auf den Auftrag, dass die Philippinos überall dazu aufgerufen sind, „den Glauben zu lernen, den Glauben zu leben und den Glauben zu teilen!“ Philippinos aus allen Teilen der Welt wollen teilhaben an diesem Neuen Pfingsten.

Um unsere Berufung als eine katholische Nation in die Tat umzusetzen, wurde unserem Land ein sehr bedeutender Besuch gewährt. Zu uns kam eine der „größten Heiligen unserer modernen Zeit“, wie der hl. Papst Pius X sie nannte: die hl. Theresia vom Kinde Jesu und vom hl. Antlitz. Sie wurde von Papst Pius XI 1927 zur Patronin der Weltmission erklärt und durch unseren Heiligen Vater zur jüngsten Kirchenlehrerin erhoben. Die hl. Theresia ist die wahre Lehrmeisterin der Liebe Gottes, die so tief zur Seele des Philippinos zu sprechen vermag.
Ich hatte die große, bevorzugte Aufgabe, die Reliquien dieser Heiligen auf ihrer Pilgerfahrt durch 14 Erzdiözesen, 24 Diözesen, drei apostolische Vikariate und zwei Prälaturen in 38 Provinzen der Philippinen zu begleiten.
Eines der Hauptanliegen, weshalb die Bischöfe die Reliquien „der geistigen Führerin der Männer und Frauen des 3. Jahrtausends“ einluden, war es, im philippinischen Volk noch mehr das Bewusstsein ihrer missionarischen Sendung zu erwecken.
Die hl. Therese ist in ganz besonderer Weise ein Vorbild für die zahlreichen jungen Männer und Frauen, die ihr Leben ganz in den Dienst Gottes und damit der Kirche stellen. Der Besuch der Pilger-Reliquien dieser Jahrtausend-Heiligen kann wohl als das größte Jubiläumsgeschenk Gottes an die Gläubigen der Philippinen betrachten werden.

Als die Reliquien der Patronin der Weltmission ihren Weg hindurch die vielen Inseln unseres Landes machten, war das Muttergottesbild, das sie immer begleitete, sehr bezeichnend. Es zeigt Maria als die immerwährende Begleiterin der Karmeliter-Missionare, die versprochen hatten, das Evangelium auch auf den entlegensten Inseln zu predigen.
Während des ganzen Besuches der hl. Therese auf den Philippinen wurde stets auch das Gnadenbild der Frau aller Völker feierlich aufgestellt. Das ist keineswegs ein Zufall, denn Therese, die ihren Traum verwirklichte, Missionarin auf allen fünf Kontinenten der Welt zu sein, und die auch andere inspiriert, diesem Ruf Gottes zu folgen, kann nicht besser entzündet und begleitet werden als von der Gottesmutter, der Mutter aller Völker. An allen Orten, welche die hl. Therese auf den Philippinen besuchte, wurden Gebetsbildchen der Frau und Mutter aller Völker ausgeteilt.

Das philippinische Volk wird genannt ein Volk, das Maria liebt. Das zunehmende Bewusstsein, eine missionarische Berufung zu haben, kann nicht losgelöst gesehen werden von der Liebe meines Volkes zu Maria.
Ihr erneutes Kommen zu uns unter dem neuen Titel „Frau aller Völker“ will uns ganz neu bewusst machen, dass die Gegenwart von 7 Millionen Philippinos in 149 Nationen der Welt eine große missionarische Sendung bedeutet.
Wir beten, dass die Frau aller Völker die über die ganze Welt verbreiteten Philippinos bewegen möge, Werkzeuge ihres Sohnes zu sein, um allen Völkern die Frohbotschaft zu bringen.

Wenn wir das Gebet des Heiligen Vaters ein bisschen verändern würden, könnten wir beten: „Vater, stärke durch die Macht des Heiligen Geistes die Philippinos in ihrem Auftrag für die Neuevangelisierung, und lenke unsere Schritte auf den Wegen des Lebens, um Christus durch unser Leben zu bezeugen. Möge Maria, der Stern der Evangelisierung, die Mutter aller Völker, unsere Begleiterin und Führerin sein bei der Verwirklichung Deines heiligsten Willens. Amen.“

 
 
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