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Archiv-Weltaktion



Zeugnisse der Weltaktion
der Frau aller Völker - 2012

Es sind so viele verschiedene Beispiele und Zeugnisse im Heiligtum eingegangen und wurden uns erzählt. Eines schöner wie das andere!
Z. B. über den Schlesier Sigmund Janas, der von Deutschland aus interessante Mittel und Wege fand, um beinahe eine Million Gebetsbilder (!) zu verbreiten.

Oder die Ärztin Monika van Elmpt, die ganz treu jede Woche eine Stunde lang auf Amsterdams Straßen das Friedensgebet der Mutter aller Völker verbreitet.
Manchmal allerdings nimmt die Gottesmutter sich der Sache selbst an, wenn es darum geht, ihr Bild und Gebet „an den Mann zu bringen“.

Sr. Maria Columba: Unlängst fuhr ich in Amsterdam einer Gracht entlang mit dem Fahrrad vom Markt zurück zum Heiligtum. Bepackt mit Blumenbündeln für das Gnadenbild, fiel mir unterwegs ein Strauß unbemerkt vom Gepäckträger mitten auf die Straße. „U heeft de bloemen verloren! Sie haben die Blumen verloren!”, rief plötzlich jemand. Ich bremste und sah schon eine Frau mit den Blumen winken. Rasch wendete ich und nahm meinen verloren gegangenen Strauß in Empfang. Spontan bot ich der hilfsbereiten Frau als kleines „Dankeschön“ ein Gebetsbild an: „Oh, das nehme ich gerne!“, erwiderte sie lächelnd. Dann räumten wir eilig die Fahrbahn, denn ein geduldiger Autofahrer wollte endlich weiter. Ja, manchmal dient selbst ein kleines Missgeschick der Sache der „Vrouwe van alle Volkeren“!

Eine andere Mitschwester aus Amsterdam erzählte: „Als ich einmal einen eingeschriebenen Brief abholten sollte, schlug mir beim Eintreten in die Geschäftsstelle eine derart weltliche Atmosphäre entgegen, dass ich bei mir dachte: ‚Ach, Gottesmutter, heute bin ich gar nicht in der Verfassung, dein Gebetsbild zu geben!’
Gleichzeitig holte ich aus meiner Tasche eilig den Reisepass, mit dem ich mich ausweisen musste. Dabei geschah es dann aber doch: Schwungvoll flatterte ein Gebetsbild über den Tisch direkt vor die Füße des Angestellten. Nun war es natürlich leicht, es dem Mann zu schenken, der es dankend nahm. Ich aber fasste beim Hinausgehen den Vorsatz, nächstes Mal mutiger zu sein.

Auch Nel aus Doorn in den Niederlanden verteilt die Gebetbilder. Einmal gab sie es dem Mann an der Kassa eines Reformhauses. Als sie in der folgenden Woche wieder das Geschäft betrat, kam der Verkäufer sofort mit den Worten auf sie zu: „Jetzt muss ich Ihnen aber etwas erzählen: An dem Tag, als ich das Marienbild von Ihnen erhalten habe, kamen wir in meiner Familie beim Abendessen plötzlich auf Jesus und Maria zu sprechen. Mein kleiner Sohn fragte: ‚Wie sieht Maria überhaupt aus? Ich habe sie noch nie gesehen!‘ ,Warte!‘, entgegnete ich ihm und holte das Bildchen, das Sie mir eben erst gegeben hatten. Als es mein Sohn sah, rief er spontan: ‚O, das gefällt mir. Das hänge ich mir übers Bett!‘“

Unter den Pilgern aus der Slowakei sind heute auch Andrej und Ľudmila Šarišsky mit ihren Töchtern. Vor vier Wochen pilgerte das griechisch-katholische Ehepaar zur Gnadenkapelle nach Amsterdam. Beiläufig erwähnte Ľudmila, dass sie sich vor 12 Jahren bekehrt hat, als das Pilgerbild der Frau aller Völker in ihr ostslowakisches Dorf Ďačov kam.

Ľudmila Šarišská: Ich danke heute beim Gebetstag, dass ich die Mutter aller Völker vor zwölf Jahren kennen gelernt habe. In meiner Familie hat sich seither vieles zum Besseren verändert. Es war im Juli 2000. Ich war mit meinen sechs Kindern und dem großen Bauernhof über alle Maßen mit Arbeit eingedeckt. Jeden Morgen stand ich schon um vier Uhr auf, um das Vieh zu füttern. Durch die große Belastung, schimpfte und fluchte ich bei jeder Gelegenheit. Eines Tages kamen die Kinder nach Hause und sagten: „Mami, bei der Nachbarin ist die Muttergottes!“ „Was für eine Muttergottes; die wohnt doch im Himmel!“, antwortete ich gereizt. Da begann mein kleiner sechsjähriger Sohn zu weinen: „Mami, komm doch, komm! Die Muttergottes wartet auf uns!“ Ich aber schrie ihn an: „Ich kann jetzt nicht, ich habe eine Menge Arbeit und keine Zeit. Ich muss in den Stall, die Stiere füttern!“
Schlussendlich ging ich doch widerwillig mit meinen Kindern zur Nachbarin, wo etwa 20 Personen im Wohnzimmer betend vor dem Pilgerbild versammelt waren. Teilnahmslos sah ich mir alles von ganz hinten an. In meinem Inneren tobte ein gewaltiger geistiger Kampf. Sogar physisch spürte ich es, wie ein Ziehen in meinem ganzen Körper. Voll Ärger starrte ich auf das Bild und dachte dabei: „Was tue ich überhaupt hier.“ Doch nach einer Stunde löste sich unversehens etwas in mir. Ich weiß nicht wie, aber plötzlich überkam mich Erleichterung und Friede. Ich war wie ein anderer Mensch.
Am nächsten Tag sagte meine älteste Tochter Ludka plötzlich: „Mami, ist dir bewusst, dass du heute weder geschimpft noch geflucht hast?“ Erst jetzt merkte ich, dass trotz einiger Ungeschicke, kein böses Wort über meine Lippen gekommen war. Auch hatte ich ein unerklärliches, starkes Verlangen zu beichten. Höchst erstaunt darüber meinte meine Tochter. „Aber Ostern war doch schon, und Weihnachten kommt noch lange nicht! Weshalb willst du beichten?“ Aber etwas zog mich hin zur Hl. Beichte, und so ging ich noch am selben Tag. Vom Laster des Fluchens bin seither vollständig befreit.“

Das Pilgerbild kam daraufhin nicht nur zu Ľudmila nach Hause, sondern sie selbst brachte es während eines halben Jahres in alle Familien des Dorfes, die es haben wollten. Doch das war gar nicht so einfach. Ľudmila:

„Manche lachten ungläubig über meine Bekehrung. Andere wollten das Gnadenbild nicht annehmen und nicht zum Beten kommen, weil das Gebet von einer ‚Sünderin’ geleitet wurde! Das tat mir leid, denn ich musste ihnen ja Recht geben. Früher fiel es mir tatsächlich leichter zu sündigen als zu beten.’“

Doch in diesen 12 Jahren wurde vieles anders. Kamen früher kaum ein Dutzend ältere Frauen zum Rosenkranzgebet vor der Hl. Messe, so sind es jetzt jeden ersten Sonntag des Monats sehr viele Gläubige. Eineinhalb Jahre nach Ľudmilas Bekehrung, hörte ihr Mann Andrej auf zu trinken und gemeinsam gehen die beiden seither den Weg des überzeugten Christseins.
Ľudmila hilft täglich in der Pfarrei als Orgelspielerin, Sängerin und Vorbeterin und betreut zudem noch die Ministranten.

Und ihr Ehemann Andrej bezeugt: „Vorher schufteten wir bis abends um neun Uhr auf dem Feld. Jetzt müssen wir schon um sechs Uhr aufhören, um uns für die Kirche herzurichten – von der Arbeit her gesehen sind es drei Stunden Verlust! Aber trotzdem funktioniert alles gut. Und geistig gesehen ist es eine Gnadenbombe.“

Gehen wir jetzt schnell nach Italien. Wie ein normaler Studientag in Rom mit einer spontanen „Gebetsbild-Mission“ enden kann, schrieben uns unsere Seminaristen:

Nach den Uni-Vorlesungen müssen wir uns immer auf den Bus Richtung Bahnhof „Roma Termini“ beeilen. So ergab es sich einmal, dass alle es knapp schafften, nur Janko, unser Schweizer nicht. Doch er liess sich nicht entmutigen und begann so schnell wie möglich zu rennen, um an der nächsten Haltestelle einsteigen zu können. Langen Schrittes konnte er zu Beginn erstaunlich gut mithalten, und im Bus wurden erste Wetten abgeschlossen - Schafft er es, oder schafft er es nicht? - Inzwischen waren so ziemlich alle Fahrgäste auf den Sprinter aufmerksam geworden, der auf dem Gehsteig dem Bus hinterherhetzte. Da der Bus bei der Piazza Venezia einige Kurven machen musste, reichte es für Janko schließlich doch! Ausser Atem sprang er in den Bus, wo man ihn mit Jubel und Applaus empfing. „Complimenti, Complimenti!“, riefen die Italiener.
Erstaunt darüber, ließ sich Janko aufklären, dass sein Lauf von allen mitverfolgt worden war. Da nützte er spontan die Gelegenheit, zog seine Gebetsbildmappe heraus und verteilte an alle Umstehenden das Gebetsbild. Jeder nahm es freudig an, und sogar von vorne kamen sie, um eines zu erbitten. (Janko ist der Große!)

Alt und Jung kann an der Weltaktion mitwirken.

Ettore Fava aus Turin schrieb:

„Aufmerksam habe ich das ausgezeichnete Vortragsheft über die Bedeutung der Mutter aller Völker gelesen. Ich bin schon 88 Jahre alt. Trotzdem möchte ich mich ein wenig nützlich machen durch das Verteilen des Gebetes der Mutter aller Völker. Maria ist ja wirklich unsere ‚Mama’“.

So fing Ettore mit 250 Gebetsbildern und der Erlaubnis der Priester in drei Pfarreien Turins an, gezielt Gläubige anzusprechen und für das Beten des Gebetes zu gewinnen.

Inzwischen ist Ettore vielerorts mit dieser Mission beschäftigt für die „Dame seines Herzens“, wie er Maria liebevoll nennt. Er selbst betet „ihr“ Gebet oft am Tag und auch des Nachts. Und er sagte uns am Telefon: „Meine Liebe zur ‚Mammina’ ist ganz jung und frisch! Diese Liebe wird nicht alt.“

Zwei unserer Schwestern gingen auch in einer italienischen Berufsschule in Ariccia bei Castelgandolfo von Klasse zu Klasse und schenkten 700 Gebetsbilder an 400 Jungen.
Der Direktor sagte anfangs zu uns: „Die nehmen so etwas sicher nicht!“ Wider Erwarten waren die schwierigen Schüler zwischen 13 und 20 Jahre sehr interessiert und stellten viele Fragen.

Die Lehrer konnten es nicht fassen. Denn normalerweise benehmen sich ihre Schüler, von denen viele im Waisenhaus oder in Pflegefamilien leben, so unmöglich laut, dass es nicht einmal mehr eine Schulmesse gibt.
Am Schluss sagte ein Lehrer: „In der 1. Klasse habt ihr mit den Jungs nicht gemeinsam das Gebet gebetet. In der 2. Klasse schon, und danach war die Atmosphäre ganz anderes. So ein Friede war spürbar! Das wollte ich nur sagen, um euch zu ermutigen, mit allen Klassen das Gebet zu beten. Es schenkt wirklich Frieden - auch mir.“


Eine originelle Idee hatten die Pfarrkinder von Omignano Scalo bei einem Triduum zu Ehren der Frau aller Völker. Sie empfingen die Gottesmutter am Dorfeingang zusammen mit ihrem Pfarrer, dem Bürgermeister sowie den zwei Bürgermeistern der Nachbarorte. Nach einer Prozession wurde der „Signora di tutti i Popoli“ auf dem Kirchplatz von Don Luigi gemeinsam mit den Bürgermeistern symbolisch ein großer Schlüssel übergeben - ihr, der „Madre und eigentlichen Herrin des Dorfes und der Pfarrei“, wie sie es ausdrückten.


Auch in das berühmte Regina Coeli Gefängnis in Rom, mit über 1 000 Häftlingen, kam die Mutter aller Völker. Bei einer Hl. Messe im Innenhof erlaubte man unseren Schwestern zehn Minuten über das Gebet der Frau aller Völker und die Bedeutung des Gnadenbildes zu den Gefangenen sprechen und mit ihnen das Gebet zu beten.
Als die Häftlinge wieder in ihre Sektoren gebracht wurden, wandte sich einer rasch um und bat: „Schwestern, geben Sie mir doch bitte noch Bildchen mit. Da drinnen warten so manche, die auch eines haben möchten.“ Übrigens nahmen auch die Wärter das Gebetsbild gerne an.

Die Mutter weist in Amsterdam stets auf das Kreuz, auf den Sohn oder auf die Sakramente hin. Letzteres zeigt folgendes Beispiel:

Im Advent 2010 erzählten unsere Missionarinnen in Tschechien den Kindern aus Gratzen beim Adventkranz-Binden über die Mutter aller Völker und ermutigten sie, das mächtige Gebet der Mutter aller Völker zu beten. Zdenka nahm sich das ganz besonders zu Herzen. Obwohl aus einer ungläubigen Familie und ungetauft, betete das Mädchen von nun an treu jeden Tag das Amsterdamer Gebet. Und das blieb nicht ohne Wirkung!
Bald schon begann sie den Religionsunterricht zu besuchen und täglich in die Hl. Messe zu gehen. Und es dauerte nicht lange, bis sie sich nach der Hl. Taufe und der Hl. Kommunion sehnte. Aber nicht nur das! Zdenka lud auch ihre Freundinnen zur Katechese und zur Hl. Messe ein, und es war ihr ein richtiges Bedürfnis, dass auch ihre Kameradinnen die Gottesmutter als ihre persönliche Mama kennenlernen. Am 8. Mai letzten Jahres war es für die zehnjährige Zdenka dann endlich so weit. Gut vorbereitet empfing sie die Hl. Taufe und jetzt vor einem Monat glücklich die Hl. Erstkommunion.

Das nächste Zeugnis erzählt uns der 7-fache Familienvater und Lehrer Johannes Piendl aus Abensberg bei Regensburg.
Ich freue mich darüber, euch über die Neu-Errichtung einer Kapelle zu Ehren der Mutter aller Völker zu berichten. Zwischen Regensburg und Ingolstadt, mitten im Herzen Bayerns, liegt - wunderschön gelegen - die Wallfahrtskirche „Maria Himmelfahrt“ zu Allersdorf. Sie ist von einem Kranz von zehn Marienkapellen umgeben. Maria leitet sozusagen die Pilger hin zu Jesus in der Wallfahrtskirche.

Jede Kapelle stellt ein anderes Geheimnis aus dem Leben Mariens dar. Die gut 300 Jahre alten Kapellen waren alle halb zerfallen und es gab kein Geld für Sanierungen. „DER“ entscheidende Funke der Kirchenverwaltung war: wer eine Kapelle saniert, darf darin Marien- und Heiligenbilder seiner Wahl aufhängen! Wie magisch zog mich die Sanierung der ersten und der letzten Kapelle an. Denn mit der Unbefleckten Empfängnis in Paris, dargestellt in der ersten Kapelle, begann die marianische Epoche.

Nachdem die Immaculata-Kapelle erneuert war, hatte ich den großen Wunsch und empfand es wie einen Auftrag, auch die zehnte Kapelle zu sanieren und mit dem Bild der Frau aller Völker zu krönen! Aber wie viele Schwierigkeiten standen dieser Sanierung im Wege! Die Kapelle stand direkt am Abhang. Ihr seht sie ganz links im Bild. Der Frontbereich war schon 20 cm abgesackt und die Wände hatten überall Sprünge. Es wären zu hohe Kosten, gaben die Leute zu bedenken. Und Fachleute meinten, die Kapelle stürze ein, wenn sie nicht neu unterfangen würde.
Trotz aller Bedenken hatte ich doch Vertrauen, dass mit dem Segen Gottes auch bei dieser verfallenen Kapelle alles gelingen würde. Für die Seitenwände wählten wir das Bild des Barmherzigen Jesus, den hl. Josef und den hl. Schutzengel. An den Außensäulen wurde das Amsterdamer Gebet in acht verschiedenen Sprachen angebracht.

Nach 10-monatiger Sanierung war am 13. Mai 2012 die Einweihung durch P. Antonius Maria Sohler. Bei der Predigt sagte er treffend: „Maria, die sich diese Kapelle am Abhang aussuchte, scheint förmlich zu sagen: ‚Halt! Bleibt hier bei eurer Mutter stehen, denn ab hier geht es nur in den Abgrund. Ich nehme euch an die Hand und führe euch zu Christus, zu Seiner Heiligen Kirche!’“

Während der Sanierungsarbeiten hatte ich tiefer Einblick bekommen, wie viele unterschiedliche Menschen zu jeder Tageszeit und in jeder Altersstufe sich vertrauensvoll und oft still und heimlich hier bei der Kapelle aufhielten. Dort liegen nun in einer Box sowohl die Gebetsbildchen, Faltblätter als auch der Barmherzige Jesus kostenlos zum Mitnehmen aus. Dutzende Bilder gehen auf diese Weise regelmäßig an stille Beter und Pilger, denn der Marienwallfahrtsort zu Allersdorf ist leicht erreichbar.
Das eher unbekannte Bild findet bei Jung und Alt Gefallen. Auch die Verehrung Mariens unter dem vielfach unbekannten Aspekt, dass sie „MUTTER FÜR ALLE“ ist, wird dankbar aufgenommen und lässt so manchen auch nachdenklich werden.
Wollen wir hoffen, dass dieses zu Ehren der Mutter aller Völker errichtete Kapellchen in Zukunft noch vielen zum Segen wird! Möge die Frau aller Völker unsere Fürsprecherin sein!

Kapellen zu Ehren der Frau aller Völker entstehen natürlich auch in anderen Ländern.

Milena Cosic, die heute in unserer Mitte ist, errichtete in Kroatien als Dank für die Genesung ihres Sohnes eine Kapelle, in der wöchentlich eine Hl. Messe für die Einheit stattfindet.

Einige 1000 km weiter südlich, im Kongo wirkt der Augustinerpater Ferdinand Bodensteiner aus der Oberpfalz schon über 40 Jahre als Missionar.

Im Januar dieses Jahres weihte P. Ferdinand in Amadi eine Wallfahrtskapelle zu Ehren zweier afrikanischer Märtyrer ein und zugleich auf dem Kapellen-Platz eine Statue der Frau aller Völker, die er mit den Einheimischen errichtet hat.

„Ich dachte mir, die Frau aller Völker passt sehr gut hierher“, sagte er uns am Telefon. „Die Leute haben sie gut angenomm en und gehen gerne hin, um das Gebet von Amsterdam auf Lingala zu beten, denn so ist es auf der Erdkugel eingelassen.“

Ein eindrückliches Bsp. aus Österreich zeigt, wie die Mutter aller Völker uns auf das Sterben vorbereiten kann.

Sr. Angela erzählt es uns. „Am 22. Oktober 2011 sind wir Schwestern nach einem Gebetstag in der Schweiz Richtung Innsbruck gefahren. Mit neuem Eifer erfüllt, wollten wir keine Möglichkeit auslassen, das Gebetsbildchen zu verteilen. So ‚entkam’ uns auch der Zollbeamte an der Grenze zwischen Lichtenstein und Österreich nicht, obwohl er uns weiterwinken wollte. Wider erwarten schaute er das Bild aufmerksam an und sagte:
„Das brauche ich für meinen Sohn, denn der liegt in der Innsbrucker Klinik zwischen Leben und Tod.“ - „Dürfen wir ihn besuchen?“, fragte ich ganz spontan. Er freute sich sehr, und so machten wir uns gleich am nächsten Tag in die Innsbrucker Klinik auf.

Als ich ins Zimmer trat dachte ich mir: ‚Das kann doch nicht der 30-jährige Simon sein.’ Durch die Chemotherapie sah Simon, der außerdem schon 20 Operationen hinter sich hatte, nämlich wie ein alter Mann aus. Auf seinem Gesicht war keine Lebensfreude mehr zu sehen. Weit weg von der Kirche und nun auch ganz hoffnungslos dachte er sogar daran, sich das Leben zu nehmen. Ich erzählte ihm, wie ich seinen Papa an der Grenze kennengelernt hatte und schenkte auch ihm das Gnadenbild.
Von da an besuchten wir Simon jeden Tag, beteten mit ihm und es begann eine wirkliche Freundschaft zwischen uns bis zu seinem Tod wenige Monate später. Anfangs wollte er noch nichts vom Himmel hören, aber immer mehr konnten wir nicht nur in seinem Äußeren, sondern vor allem in seiner inneren Einstellung eine Änderung bemerken. Er verlangte selbst nach der Hl. Kommunion, empfing mehrmals das Sakrament der Krankensalbung und betete so gerne mit uns. Ganz sanft und leise schlief er an einem Herz-Jesu-Freitag, am 3. Februar hinüber.
Ja, wir konnten nicht genug staunen, wie es die Gottesmutter geschafft hat, uns durch dieses einfache Bild zu Simon zu führen, um ihn auf das Sterben vorzubereiten. In den letzten Wochen seines Lebens hier auf Erden hat sich erfüllt, was die Frau aller Völker in Amsterdam sagt: „Völker, lasst euch durch die Hände der Frau zum Herrn führen, zu euren Sakramenten bringen!“ Sie hat ihn buchstäblich zu den Sakramenten geführt.

Die Mutter aller Völker will, dass jeder das Gebet in seiner Muttersprache beten kann. Wie so eine Übersetzung zu Stande kommt, ist oft sehr interessant:

Es war beim Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ von Kirche in Not im März 2011. Dort lernten wir den pakistanischen Professor und Bibelwissenschaftler P. Emmanuel Asi kennen, der das Gebet der Mutter aller Völker auf Urdu übersetzte. Zudem machte P. Asi den Vorschlag, das Gebet in Pakistan drucken zu lassen, um es im September, zu Maria Geburt, bei der jährlichen nationalen marianischen Pilgerfahrt an Tausende auszuteilen.
Der Plan war gut, aber die Ausführung nicht ganz so einfach! Denn, wie üblich, sollte auch die Urdu-Übersetzung des Gebetsbildes von einer unabhängigen Person kontrolliert werden. Wo aber findet man so schnell eine kompetente Person, die das Gebet auf Urdu kontrollieren kann? Die Zeit drängte, denn die Gebetsbilder sollten ja bis zum 8. September gedruckt sein.
Doch dann kam der 13. August! Auf einer Zugfahrt nach Paris lernten wir an dem Tag eine pakistanische, katholische Familie kennen.

Und es stellte sich heraus, dass sowohl Francis Rehmat als auch seine Frau Céline Urdulehrer waren. Sehr gerne erklärten sie sich bereit, die Übersetzung zu kontrollieren. Dies war für uns das Zeichen, dass die Mutter aller Völker wirklich wollte, dass ihr Gebet und Bild an ihrem Geburtstag in Pakistan Verbreitung findet.

Im Oktober schrieb P. Asi: „Die Gebetsbilder auf Urdu konnten tatsächlich im September in Pakistan gedruckt und bei der Eröffnungsfeierlichkeit der Nationalen Pilgerfahrt am Marienheiligtum Mariambad verbreitet werden.“
P. Asi erklärte dann in Gegenwart tausender Pilger, vieler Priester, Schwestern, Katecheten, mehreren Bischöfen und Persönlichkeiten aus der Politik das Bild und das Gebet.

Dass ein solch fruchtbares Apostolat immer auch durch verborgene Gebete und Opfer getragen wird, wurde uns wieder neu bewusst, als Francis Rehmat erzählte, dass sein ältester Sohn Sunil aufgrund eines Ärztefehlers vollständig gelähmt ist. Familie Rehmat bringt heute bei der Hl. Messe übrigens die Gaben für Pakistan.

Sollten Sie auf einer Ihrer nächsten Urlaubsreisen verschiedene Inseln der Philippinen besuchen, werden Sie auf den Flughäfen bestimmt auch dem Gnadenbild der Mutter aller Völker begegnen.

Am 24. Oktober 2011 verfasste der Co-Generaldirektor der Philippinischen Zivilluftfahrtsbehörde Edgardo Costes ein Schreiben an alle Flughafen-Manager der etwa 100 Zivilflughäfen, indem er ihnen mitteilte, dass sie dafür sorgen sollen, dass ein eingerahmtes Bild der Frau aller Völker einen bleibenden Platz im Flughafen finden soll. Seither ist Zenaida Belcina eifrig damit beschäftigt den einzelnen Flughäfen die gerahmten Bilder zu senden. Von vielen Flughäfen hat sie bereits ein Foto erhalten auf dem zu sehen ist, wo das Bild angebracht wurde.

Hier sehen Sie den Check-in Bereich des Flughafen Silay auf der Insel Negros. Jede Woche werden die Gebetsbilder auf der Ablage vor dem Gnadenbild nachgefüllt.
Schön war, dass im April und erst letzte Woche wieder Philippinen zu Besuch ins Heiligtum kamen, die das Gnadenbild auf Flughäfen der Philippinen gesehen hatten.


Sr. Julian: Im April 2011 durfte ich zusammen mit einer Mitschwester in zwei Grundschulen in London über die Frau aller Völker sprechen. Die erste Schule, St. Mary’s im Norden der Stadt, bestand aus vier Klassen mit Schülern verschiedener Nationalitäten und religiöser Konfessionen. Die Direktorin freute sich sehr über das Bild der Frau aller Völker und versprach, es im Eingang der Schule aufzuhängen, um diese besonders unter den Schutz der Gottesmutter zu stellen.

Die zweite Schule stand unter dem Patronat des hl. Ignatius und war mit ihren 340 Schülern wesentlich größer. Direktor Jim Coffey begleitete uns persönlich in jede Klasse. Zu Beginn wirkte er reserviert, begann aber schon nach der zweiten Klasse selbst Bildchen an die Schüler auszuteilen. Er wollte mehr Informationsmaterial und sagte den Schülern: „Kinder, wir fügen dieses Gebet von nun an den täglichen Schulgebeten hinzu“.

Wie Sie auf den Fotos sehen können, freuten sich auch die Kinder sehr über das Gnadenbild. Manche küssten es, und in jeder Klasse beteten wir es gemeinsam.



Auch aus Irland könnten wir viele berührende Reaktionen berichten, die zeigen, wie gut die Kinder und Jugendlichen die Mutter aller Völker überall in Schulen und bei Ferienlagern aufgenommen haben. Heute reicht die Zeit leider nicht dafür.


Nur ein ganz spezielles Schulbeispiel aus Argentinien möchten wir doch erwähnen:


„In den Kirchen und durch moderne Mittel soll das Gebet verbreitet werden“, bittet die Gottesmutter.

In diesem Sinne hatten die Schwestern in Amsterdam im November 2011 erstmals die Möglichkeit, eine sogenannte „Video-Konferenz“ über die Frau aller Völker zu halten. Praktisch sah das so aus, dass sie im Heiligtum am Computer über das Internet mit dem Computer einer Schulklasse in Südamerika verbunden waren. Dort, im Colegio Cardenal Pironio in Buenos Aires, wurde die Konferenz vergrößert an die Wand projiziert.
Auf diese technisch moderne Weise „besuchte“ die Mutter aller Völker erstmals einen Kontinent, während Gläubige in der Amsterdamer Gnadenkapelle für das Gelingen der Video-Konferenz beteten.

Am Schluss ergriff die Lehrerin, die sich eifrig Notizen gemacht hatte, das Wort und sagte: „Ich bin sehr berührt von all dem Gehörten und werde dafür sorgen, dass jeder unserer Schüler das Bild mit dem Gebet der Mutter aller Völker bekommt. Wir werden das Gebet gemeinsam mit allen Schülern lernen und beten.“

Schon einmal in Südamerika, gehen wir auch kurz nach Peru:

Dort geben unter anderem Ordensschwestern, z. B. die Dominikanerinnen, das Gebetsbild in ihren Ordenshäusern weiter und verbreiten es eifrig unter den Studenten ihrer zahlreichen Schulen.

Als z. B. die Generaloberin Mutter Antonina Alfaro Minchola, auf Visitationsreise in ihre Häuser in Peru und Argentinien ging, nahm sie 1000 Gebetsbilder für die Schwestern mit und schrieb: „Danke für das Material. Ich werde es persönlich verteilen.“

Das Interesse am Gebetsbild ist so groß, dass Mónica Farah in der Hauptstadt Lima immer wieder zig-tausende Gebetsbilder nachdrucken lassen muss.

Heute ist Mónica Farah aus Peru hier in unserer Mitte, die in ihrer Heimatstadt Lima einmal ein unvergessliches Erlebnis hatte.
Niedergedrückt und traurig war sie eines Tages auf dem Heimweg, als sie auf der Straße einen Mann ohne Arme und Beine sah. Rasch steckte sie ihm mit ein paar netten Worten Geld zu und eilte weiter.

Doch kaum ein paar Schritte entfernt, hörte sie den Armen rufen: „Ich bin blind!“ Da kehrte Mónica um und sprach dem Schwerbehinderten voll Mitleid über die Frau aller Völker und den Sinn des aufgeopferten Leidens. Wie sehr bedauerte sie es, kein einziges Gebetsbild bei sich zu haben!
Doch weil der Blinde ohnedies nichts sah, begann Mónica ihm das Amsterdamer Gebet Satz für Satz so lange vorzusprechen, bis er es auswendig konnte. Davon berührt blieb eine Frau stehen, und nachdem sie aufmerksam zugehört hatte, zog sie Papier und Stift heraus und notierte sich das Amsterdamer Gebet. Und dies, obwohl sie evangelisch war, wie übrigens auch der blinde Mann.
Als die Drei sich schließlich voneinander verabschiedeten, fühlte sich Mónica so glücklich und beschenkt. Jede Traurigkeit und Sorge war wie weggeblasen. – Man sieht, in diesem speziellen Fall ging es sogar ohne Gebetsbild, auch wenn es sich sehr empfiehlt, sie immer griffbereit zu haben.


Apropos Gebetsbilder! Liebe Pilger, für die WELTAKTION gab uns die Mutter aller Völker ja höchstpersönlich „ihr“ Gebet und „ihr“ Bild. Dürfen wir Sie zum Abschluss besonders auf das vierseitige Gebetsbild aufmerksam machen. Alles Wesentliche steht drinnen, so dass man beim liebenswürdigen Weiterschenken gar nicht viel erklären muss. Das Gebetsbild wird laufend in weitere Sprachen übersetzt. Bitte helfen Sie mit, dass andere dadurch die Mutter kennenlernen!
Oder wenn Sie eine Geschenksidee brauchen, gibt es das Gebetsbild in modernem Scheckkartenformat. Auch das so genannte Aktionsblatt in verschiedenen Sprachen ist empfehlenswert, gerade für jene, die bereits ein wenig mehr Interesse für Amsterdam zeigen.
Noch ausführlicher ist der wertvolle Vortrag von P. Paul Maria Sigl über alle wichtigen Grundinformationen über Amsterdam, den er vor drei Jahren hier in Köln gehalten hat. Er ist inzwischen in 17 verschiedenen Sprachen erhältlich.

P. de Waard, ein niederländischer Missionar, der in Brasilien wirkt, ließ sich hunderte Exemplare dieses Vortrages auf Portugiesisch schicken. Und seit April trifft er sich jede Woche mit seinen Pfarrkindern, um den Inhalt zu studieren. Dadurch wollen sie die mütterliche Berufung Mariens besser kennenlernen.

Und noch ein kleiner Tipp: Falls Sie zu Hause bemerken, dass Sie heute nicht genug Gebetsbilder mitgenommen haben, gibt es neuerdings die Möglichkeit über unseren Webshop im Internet Frau aller Völker Material zu bestellen.
Danke Ihnen fürs Zuhören.

 
 
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